Wie hoch ist der Kalorienverbrauch beim Fahren mit einem E-Bike?

Noch immer hält sich bei vielen Mitmenschen das hartnäckige Gerücht, dass beim E-Bike fahren so gut wie keine Kalorien verbraucht werden. Viele vergessen hierbei allerdings oftmals die elementarste Grundvoraussetzung eines Pedelecs: Ohne eigene Kraftaufwendung setzt die Tretunterstützung gar nicht erst ein. Das heißt also, ohne Bewegung läuft hier nichts. Wie viel Kraft letztendlich eingesetzt werden muss, hängt dann natürlich vom Antrieb und vor allem der gewählten Unterstützungsstufe ab. E-Biker haben somit die komfortable Möglichkeit, selbst bestimmen zu können, wann sie mehr oder weniger kraftintensiv unterwegs sein wollen. Doch wie hoch ist der Kalorienverbrauch beim E-Bike fahren jetzt wirklich?

Viele Faktoren beeinflussen den Kalorienverbrauch beim E-Bike fahren

Bei Bewegung werden Kalorien verbrannt. Verantwortlich hierfür sind die Muskeln, die mit Energie versorgt werden müssen. Bei kraft-intensiveren Bewegungen wird somit mehr Energie benötigt. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass mehr Muskelmasse bei Beanspruchung einen höheren Energiebedarf hat. Gleiches gilt für das Eigengewicht, um so schwerer der Fahrer, desto mehr Kraft muss beim Fahren mit dem E-Bike eingesetzt werden. Ebenfalls einen großen Einfluss auf den Kalorienverbrauch beim E-Bike fahren haben das Gelände und die Bodenverhältnisse. Matschige Untergründe und Fahrten bergauf erfordern einen deutlich höheren Kraftaufwand. Hinzu kommt das E-Bike selbst. Breite MTB-Reifen beispielsweise haben durch ihren Aufbau und das Profil einen größeren Rollwiderstand als schmale Rennradreifen.

Wie kann ich das Verbrennen der Kalorien beeinflussen?

Neben den bereits genannten Faktoren hängt der Kalorienverbrauch vom Unterstützungsmodus ab. Vorweg darf bereits verraten werden, dass die Tretunterstützung im schwächsten Modus lediglich das Mehrgewicht des E-Bikes – verglichen mit einem herkömmlichen Fahrrad - ausgleicht. Bedacht werden sollte außerdem, dass oberhalb von 25 km/h die Tretunterstützung des Antriebs entfällt. Wer höhere Geschwindigkeiten fährt oder auf eine kraftvolle E-Bike Unterstützung verzichtet, verbraucht also mehr Kalorien. Optimieren lässt sich der Verbrauch durch Überwachung der Herzfrequenz. Die meisten Kalorien aus Fett werden in der sogenannten Fettverbrennungszone verbrannt. Diese liegt bei 60% bis 70% der maximalen Herzfrequenz. Im darüber liegenden aeroben Bereich von 70% bis 80% wird vor allem die aktive Ausdauer trainiert.

Wie hoch ist der Kalorienverbrauch genau?

Aufgrund der vielen Faktoren kann diese Frage leider nicht eindeutig beantwortet werden. Der E-Motoren-Spezialist Bosch gibt den Kalorienverbrauch beim Fahrradfahren mit etwa 300 bis 600 Kalorien an – abhängig von der Fahrweise und Strecke. Beim E-Bike geht Bosch für einen objektiveren Vergleich von der schwächsten Unterstützungsstufe aus. Der angegebene Wert von 300 Kalorien pro Stunde deckt sich also mit dem des Fahrradfahrens. Technische Hilfsmittel können bei der Ermittlung des Kalorienverbrauchs eine erhebliche Hilfe bieten. Bei modernen Bord-Computern wie Bosch Kiox oder Bosch Nyon kann der Kalorienverbrauch während der E-Bike Fahrt bequem abgelesen werden. Eine äußerst exakte Pulsmessung ermöglichen zudem spezielle Brustgurte und Sportuhren. In Kombination mit Gesundheit-Apps ist somit ein sehr effizientes E-Bike Training möglich.

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Häufig gestellte Fragen zum Kalorienverbrauch beim E-Biken:

Verbraucht man beim E-Bike fahren wirklich Kalorien?

Ja, definitiv. Ein E-Bike setzt ohne eigene Tretkraft keine Unterstützung frei. Das bedeutet: Ohne Bewegung fährt das E-Bike nicht. Je nach gewählter Unterstützungsstufe wird mehr oder weniger Eigenleistung erbracht – und damit werden immer Kalorien verbraucht.

Wie viele Kalorien verbrennt man beim E-Bike fahren pro Stunde?

Laut Bosch verbrennt man beim E-Bike fahren im schwächsten Unterstützungsmodus rund 300 Kalorien pro Stunde – vergleichbar mit dem klassischen Fahrradfahren. Bei intensiverer Fahrweise oder höheren Stufen ohne Unterstützung können es bis zu 600 Kalorien sein.

Welche Faktoren beeinflussen den Kalorienverbrauch beim E-Bike?

Mehrere Faktoren spielen eine Rolle: das Körpergewicht des Fahrers, die Muskelmasse, das Gelände (bergauf vs. flach), die Bodenbeschaffenheit (z. B. Matsch), der Reifentyp sowie die gewählte Unterstützungsstufe des Motors.

Verbrennt man beim E-Bike genauso viele Kalorien wie beim normalen Radfahren?

Im schwächsten Unterstützungsmodus gleicht das E-Bike laut Bosch lediglich sein Mehrgewicht gegenüber einem herkömmlichen Fahrrad aus. Der Kalorienverbrauch ist dann in etwa gleich. Mit zunehmender Unterstützung sinkt die eigene Körperbelastung – und damit auch der Kalorienverbrauch.

Wie kann ich den Kalorienverbrauch beim E-Bike fahren erhöhen?

Den Verbrauch steigerst du durch: Wahl einer niedrigen Unterstützungsstufe, Fahrten bergauf oder auf unebenem Untergrund, schnellere Fahrweise über 25 km/h (wo die Motorunterstützung endet) und gezieltes Training in der Fettverbrennungszone (60–70 % der maximalen Herzfrequenz).

Was ist die Fettverbrennungszone beim E-Bike fahren?

Die Fettverbrennungszone liegt bei 60–70 % der maximalen Herzfrequenz. In diesem Bereich werden die meisten Kalorien aus Fett verbrannt. Der aerobe Bereich bei 70–80 % trainiert hingegen stärker die allgemeine Ausdauer.

Ab welcher Geschwindigkeit liefert ein E-Bike keine Motorunterstützung mehr?

Über 25 km/h endet die gesetzlich geregelte Tretunterstützung eines Pedelecs. Wer schneller fährt, tritt vollständig aus eigener Kraft – was den Kalorienverbrauch deutlich erhöht.

Wie kann ich meinen Kalorienverbrauch beim E-Bike fahren messen?

Moderne Bordcomputer wie der Bosch Kiox oder Bosch Nyon zeigen den Kalorienverbrauch in Echtzeit an. Noch präziser messen spezielle Brustgurte und Sportuhren, die in Kombination mit Gesundheits-Apps ein effizientes E-Bike-Training ermöglichen.

Beeinflusst mein Körpergewicht den Kalorienverbrauch auf dem E-Bike?

Ja. Je schwerer der Fahrer, desto mehr Kraft muss beim Treten aufgewendet werden – besonders bergauf oder auf weichem Untergrund. Schwerere Personen verbrennen daher bei gleicher Strecke in der Regel mehr Kalorien.

Welchen Einfluss haben Reifen und Gelände auf den Kalorienverbrauch beim E-Bike?

Breite MTB-Reifen erzeugen durch ihr Profil und ihren Aufbau mehr Rollwiderstand als schmale Rennradreifen – das erhöht den Kraftaufwand. Ebenso fordern matschige Wege und Anstiege deutlich mehr Eigenleistung als glatter Asphalt in der Ebene.